Männer wollen schießen, Frauen sich selbst herausfordern
Männer sind wahre Computerzocker und Frauen nicht - absoluter Irrtum! Eine Studie von Today´s Gamers belegt, dass Frauen genauso häufig spielen wie Männer. Sie bevorzugen allerdings andere Spiele als Männer. „Männer wollen gewinnen und brauchen Action.
Frauen wollen sich selbst herausfordern", so Psychologe Marcelino Lopez.
Mahjong und Puzzles
Männer sind vor allem von Spielen fasziniert, bei denen sie schießen und Rennen fahren können. Frauen haben daran kein Interesse. Sie spielen keine Games, die mit Sport, Musik (wie Guitar Hero), Schießen und Kämpfen, Rennfahren und Glücksspiel zu tun haben.
Die beliebtesten Frauenspiele sind Mahjong und Puzzles. Kartenspiele und Gehirntraining landen beide auf dem dritten Platz.
Unterschiedliche Motivation
Männer möchten bei einem Spiel gerne gewinnen und andere herausfordern. Für Frauen spielen vor allem die Lernerfahrung und das Gehirntraining eine Rolle. Frauen spielen Computerspiele, weil sie sich entspannen wollen und auf der Suche nach einer Herausforderung sind. Sie entscheiden sich deshalb überwiegend für Casual Games: einfache Spiele, die leicht zu erlernen sind und somit sofort gespielt werden können.
Kein Wettbewerbsdrang
Der Psychologe Marcelino Lopez zur Leidenschaft der Männer: „Sobald sie merken, dass sie bei einer Sache gewinnen können oder gut darin sind, verspüren viele Männer einen starken Wettbewerbsdrang. Man kann dies mit einem Fitnesscenter vergleichen. Männer möchten zeigen, dass sie stark sind. Für Frauen hingegen ist Sport vielmehr ein Zeitvertreib.
Sie finden es unterhaltsam oder möchten in Form bleiben."
Frauen sind sozialer
Auch auf wissenschaftlicher Ebene lassen sich die Unterschiede zwischen Männern und Frauen beim Gamen gut erklären. Lopez: „Frauen sind sozialere Wesen als Männer und helfen sich beim Gamen gegenseitig, anstatt sich zu bekämpfen. Sie haben eine feinere Motorik, können Bilder besser erkennen und sind sprachlich begabt. Frauen spielen Puzzles und Suchspiele. Männer hingegen sind stärker aufgaben- und lösungsorientiert und entscheiden sich eher für Kriegsspiele."
Frauen sind loyal
Frauen suchen beim Gamen nur selten nach Abwechslung. Sie sind den Games, die sie spielen, gegenüber sehr loyal. Dabei handelt es sich um Spiele, die schnell gespielt werden können. Männer langweilen sich schneller und suchen sich neue Spiele. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis dieser Studie ist, dass weibliche Gamer gut ausgebildete Berufskräfte mit einem überdurchschnittlichen Einkommen sind.

